Ein schönes Ausflugsziel ist der Machnower See oder auch Kleinmachnower See. Ein Rundweg führt herum.

Der Machnower See misst rund 700 Meter in der Länge und 200 Meter in der Breite. Er bietet viele schöne Stelle, um die Natur zu genießen. Daher ist der See eines der beliebtesten Ausflugsziele entlang des Teltowkanals und kann, mit Ausnahme weiter Teile der Südseite, umrundet werden. Dieser Weg sei mit einigen ausgewählten Stationen beschrieben.

Rundweg um den Machnower See

Den Rundweg kann man selbstverständlich an verschiedenen Stellen beginnen. Ich starte gegenüber der Schleuse auf der Friedensbrücke am Zehlendorfer Damm, der zu Kleinmachnow gehört. Direkt neben der Brücke kann man einem Trampelpfad folgen, der zu einer Eckstelle führt, die man von der Brücke auch einsehen kann. Daneben finden sich weitere kleine Einbuchtungen, wo man es etwas zurückgezogener hat. Dort gibt es auch ein hochstehendes Wurzelgeflecht eines umgestürzten Baums, auf dem Kinder gerne herumklettern. Der offizielle Weg beginnt jedoch weiter nördlich. Es handelt sich dabei um einen befestigen Feldweg, dem man auf der nördlichen Seite folgt.

Auf dieser Seite findet man einige schöne Plätze, denn die Sonne verläuft ja im Süden. Es gibt auch einen offiziellen Wasserzugang, wo eine Bank steht und wo man Bäume entlang klettern kann. Denn viele Bäume liegen fast im Wasser, wegen Erosion oder Bibertätigkeiten, obwohl auch dieser See allmählich Wasser verliert. Es kommen alte und teils abgestorbene Bäume, die trotz ihrer Höhe teilweise hohl sind. Für die gemütlichen Spaziergehenden gibt es immer wieder Bänke. Dahinter geht es zuweilen steil aufwärts zur Hakeburg.

Auf einer größeren Fläche unter schattenspendenden Bäumen findet man das Denkmal für den verstorbenen Dichter Nordahl Grieg, der 1944 an der Stelle mit seinem Flugzeug ums Leben kam. Der Weg entlang des Sees endet kurz danach. Jetzt geht es einige Höhenmeter hoch, die man entlang der Straße „Hochwald“ wieder hinuntergeht oder -fährt. Beim Hochgehen erspäht man einen alten Bunker, der zwar offen, aber wegen eines Gitters, nicht zugänglich ist.

Der gepflasterten Straße folgt man abwärts und dann geht es nach links, wo man die Machnower Schleuse oder Kleinmachnower Schleuse passiert. Hier kann man sich über die Geschichte der Schleuse und der Stadt Kleinmachnow informieren. Dort ist auch ein Baum zur Schleuseneröffnung 1906 gepflanzt worden, wie es von einer Plakette prangt. Kurz danach kann man wieder am Kanal entlang: „Allee am Forsthaus“. Die Bäke liegt mit ihrem Naturell zur Rechten. Der Weg führt dann vom Ufer weg und umgeht die Häuser. Erst danach gelangt man wieder ans Wasser und kommt an die andere Seite der Friedensbrücke, wo ebenfalls eine Ecke zum Verweilen einlädt. Diese Stelle findet man hinter einem bemalten Häuschen.

Geschichte des Machnower Sees

Der Machnower See ist ein Überbleibsel der Eiszeit vor ca. 20.000 Jahren. Damals bedeckte das Eis zwei Drittel der Fläche des Landes Brandenburg. Aus dem Schmelzwasser der Gletscher entstand das sumpfige Gebiet in der Gegend und die Bäke nahm Gestalt an. Sie verlief von Fichtenberg in Steglitz über die Teltower und Schönower Gewässer bis zum Griebnitzsee bei Potsdam. Erst mit dem Bau des Teltowkanals zwischen 1900 und 1906 wurde das verändert. Dabei folgte man der Bäke bis zum Machnower See, der dann für den Wasserweg herangezogen wurde. Daher ist bis heute ein Teil der Bäke an der Schleuse zu erleben.

Heute ist das Gebiet um den Machnower See ein Naturschutzgebiet. Einen Eingriff in die Natur am Machnower See zugunsten der Schleusenerweiterung wurde wegen des Protests an Anwohnenden verhindert.

Wo befindet sich der Machnower See?

  • Machnower See
  • 14532 Kleinmachnow
  • GPS für Startpunkt: 52.3985648946439, 13.22740924053509

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